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Autorisierte Reisefuehrer

Pompeji Fuehrhung - 2 Stunden -

Standort: Pompeji
Verfügbare Tage: alle Tage
Termine: von 01 Jan zu 31 Dez
Einschlüsse: Fremdenfhuerung
Ausschlüsse: Eintrittkarten
Preis: 1 - 10 Personen 110 Euro.
Ausflug Anfrage »
"(...) Auf der anderen Seite eine schaurige schwarze Wolke, kreuz und quer von feurigen Schlangenlinien durchzuckt, die sich in lange Flammengarben spalteten, Blitzen ähnlich, nur größer. (...) Schon regnete es Asche, doch zunächst nur dünn. Im Rücken drohte dichter Qualm, der uns, sich über den Erdboden ausbreitend, wie ein Gießbach folgte. (...) Kaum hatten wir uns gesetzt, da wurde es Nacht, aber nicht wie bei mondlosem, wolkenverhangenem Himmel, sondern wie in einem geschlossenen Raum, wenn man das Licht gelöscht hat. Man hörte Weiber heulen, Kinder jammern, Männer schreien; (...) viele beteten zu den Göttern, andere wieder erklärten, es gebe nirgends noch Götter, die letzte, ewige Nacht sei über die Welt hereingebrochen. (...) Wieder fiel Asche, dicht und schwer, die wir abschüttelten; wir wären sonst verschüttet und durch die Last erdrückt worden."

So anschaulich berichtete Plinius der Jüngere von einer Naturkatastrophe immensen Ausmaßes.
Im Jahr 79 n. Chr. vernichtete der Vesuv binnen einer Nacht die blühenden Städte am Golf von Neapel und begrub sie unter seiner Asche. Am schlimmsten betroffen waren Pompeji und Herkulaneum. Ein Fünftel der etwa 9.000 Einwohner Pompejis kamen dabei ums Leben. Makaberer Weise sorgte diese Katastrophe gleichzeitig für eine einzigartige Fundstätte, für die die Archäologie neu erfunden werden musste. Die Ascheablagerungen auf Pompeji und die Lavamassen über Herkulaneum konservierten eine Momentaufnahme des antiken Alltagslebens, wie sie einmalig auf der Welt ist.
Sie treffen der Reiseleiter Pompejis am Eingang der Ausgrabungen fuer eine zweistundige spannende Fuehrung. 
Zahlreiche Touristen aus aller Welt spazieren heute über die Straßen Pompejis.
Dabei sehen sie fast dasselbe Stadtbild wie die ehemaligen Einwohner.
Sie schlendern an Garküchen vorbei, in denen nur noch das Feuer und die Utensilien fehlen, um sie wieder einsatzfähig zu machen, bestaunen die prachtvollen Gärten der reichen Villen, strömen wie die Pompejaner vor 2.000 Jahren ins Theater und amüsieren sich über die frivolen, verärgerten oder schlichtweg unanständigen Wandkritzeleien an den Mauern der Häuser, die eindrucksvoll belegen, dass Graffiti keine Erfindung der Neuzeit ist. "Ich staune Wand, dass du nicht einstürzt unter dem Gewicht dieses ganzen Unsinns" - mit dieser Inschrift machte sich ein erboster Bürger Luft.
In Pompeji kann man sich auch davon überzeugen, dass auch die alten Römer den sinnlichen Freuden des Lebens nicht abgeneigt waren, denn Kritzeleien und Bilder lassen in ihrer Deutlichkeit selten einen Zweifel offen.